Viele Bürgermeister können es kaum erwarten: „Jahrelang hat sich nichts getan. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass es nun endlich losgeht mit dem Breitbandausbau in unserem Gebiet“, sagte Cölpins Bürgermeister Joachim Jünger in Burg Stargard. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte in dieser Woche Gemeinde-Chefs und Amtsvertreter zu einer Informationsrunde rund um den Glasfaserausbau im Projektgebiet „östliches Umland von Neubrandenburg“ eingeladen.

Der wird von der neu-medianet GmbH, einem Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw), umgesetzt und so waren auch neu.sw Prokuristin Anja Hünemörder und neu-medianet Geschäftsführer Olf Häusler in die Burg gekommen, um über Zeitpläne, Vorgehen und Produkte zu informieren.
 

Die Planungen sind längst angelaufen seit neu-medianet und Landkreis im April den Vertrag unterzeichneten. Entsprechend konnten jetzt bereits vorläufige Termine für den Bau der Hausanschlüsse in den einzelnen Orten bekannt gegeben werden. Demnach ist Groß Nemerow der erste Ort, in dem die Einwohner vom ultraschnellen Internet profitieren können – und das noch in diesem Jahr, was Bürgermeister Wilfried Stegemann freute. 

Weil in seinem Dorf demnächst auch die Straßenbeleuchtung erneuert werden soll, interessierte ihn, ob die Baumaßnahmen dafür mit denen fürs Breitband abgestimmt werden könnten, um die Wege nicht mehrfach aufreißen zu müssen. „Es wird auch aus Zeitgründen nicht immer möglich sein, unsere Arbeiten mit fremden zu koordinieren, aber da wo es möglich ist, werden wir es tun. Dazu verständigen wir uns mit den Beteiligten vor Ort“, sagte Olf Häusler. Gleichzeitig warb er um Verständnis für die Baumaßnahmen, die zum Beispiel auf Gehwegen Einschränkungen mit sich bringen können. Wenn unterirdische Arbeiten nicht möglich sind, müssen die Wege geöffnet werden, um die Rohrverbände für die Glasfasern 65 Zentimeter tief in der Erde zu verlegen. „Aber wir stellen den ursprünglichen Zustand natürlich genauso wieder her“, versprach er.


„Was ist mit den Häusern, die nicht förderfähig sind?“ Diese Frage trieb Neuenkirchens Vize-Bürgermeister Falk Wiskow um. In seinem Dorf betrifft das einige. Hintergrund sind die Richtlinien des Bundes für den Breitbandausbau. Danach kann unter anderem nur dort gefördert werden, wo derzeit weniger als 30 Mbit zur Verfügung stehen. Ist das der Fall, gibt es den Hausanschluss vom Netz zum Gebäude in Kombination mit einem neu.sw Produktvertrag kostenlos, sofern Sie sich vier Wochen vor Bau der Haus­anschlüsse dafür entscheiden. Was aber eben, wenn nicht? neu-medianet Geschäftsführer Olf Häusler kündigte an: „Wir würden die Anfragen sammeln und könnten dann den Interessenten ein Angebot für eine Erschließung ohne Fördermittel machen.“ Dann wäre der moderne Glasfaser-Anschluss zwar nicht kostenlos, aber dennoch für alle günstiger.  

Für wen der Hausanschluss gefördert wird, kann jeder Haushalt selbst mit unserem Verfügbarkeits-Check herausfinden. Einfach Adresse eingeben und prüfen lassen. So hat es Bürgermeister Joachim Jünger aus Cölpin gleich in der Informationsrunde getan und festgestellt: Er profitiert „sogar im allerletzten Haus im letzten Ortsteil“ seiner Gemeinde von der Förderung. Profitieren könnten im Übrigen auch einige einheimische Firmen mit Blick auf neue Aufträge. Wie die Erfahrung von neu-medianet im Breitband-Ausbaugebiet rund um Stavenhagen zeigt, können sich Bauunternehmen aus der Region und Mecklenburg-Vorpommern bei den Ausschreibungsverfahren immer wieder durchsetzen. Entsprechend stehen die Chancen vermutlich auch für das neue Ausbaugebiet östlich von Neubrandenburg gut.

 
Damit blieben am Ende dieser ersten Informationsrunde keine Fragen offen. Weitere Veranstaltungen werden folgen, dann jeweils für die Einwohner in den einzelnen Gemeinden. „Das war aufschlussreich und informativ. Das können wir jetzt gut schon mal an unsere Bürger weitergeben“, resümierte Cölpins Gemeinde-Chef Joachim Jünger und fügte angesichts der nahenden Möglichkeit auf ultraschnelles Internet hinzu: „Alle sind ungeduldig. Aber wenn ich jetzt höre, dass in meiner Gemeinde alle förderfähig sind - das ist eine Revolution!“
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